Letzten Samstag habe ich einen kleinen Probewettkampf für meinen ersten A Triathlon diese Saison absolviert.
Und zwar den ITU Triathlon Hamburg. Und wie jedes Jahr habe ich mich erstmal nicht angemeldet, weil Preis vs. Leistung einfach nicht mehr stimmt in diesem Wettkampf und wie jedes Jahr habe ich dann doch einen Startplatz von einem kranken Athleten übernommen. Wenn der Veranstalter irgendwann auf die Idee kommt die Übernahme von Startplätzen zu verbieten, dann wird es interessant.
Der Triathlon Hamburg ist eine gut organisierte Massenabfertigung. Nicht mehr und nicht weniger. Herz, familäres etc. sucht man hier vergeblich. Und das obwohl es echt engagierte, seit Jahren dabei seiende Helfer gibt, die auch immer ein fröhliches Wort auf den Lippen haben.
Geschwommen wurde in der Außenalster, die ob des eher durchwachsenen Wetters mal keine Badewanne war. Trotzdem braucht man für 500 Meter prinzipiell keinen Neo. Ich wollte ja aber testen, ob das alles klappt und am Abend vorher stellte ich auch die jährliche 400 Euro Frage "Passt der Neo noch?". Tat er und so stand ich da nun am Start.
Und sofort wurde es hektisch, denn alle hatten schön geträumt und so waren nahezu alle noch am Land, als es hieß "noch 2 Minuten". Ich ordnete mich hinten ein, war noch nicht ganz bei der Sache, da ging es schon los.
Die gesamten 500 Meter fühlten sich locker flockig an. Mal ab von einigen Orientierungszügen krauelte ich durch und hatte immer das Gefühl Reserven zu haben. Im Tunnel und am Ende musste ich ob des Verkehrs ein bisschen abbremsen, denn nix finde ich schlimmer als bei einem solchen Wettkampf Leute zu überschwimmen.
Die Zeit, die am Ende raus kam, fand ich trotzdem ein bisschen langsam. 15:00? Das hab ich schon mal schneller gemacht. Schieben wir es auf den verpatzten Start und auf die eher lockere Haltung von mir beim Schwimmen. Und ganz ehrlich: Wenn ich so locker die 1,9 in 57 Minuten schwimme, dann ist das zwar weit von meiner Bestzeit entfernt, aber ich wäre zufrieden.
1850ster von 2367 ins Ziel gekommenen war ich nach dem Schwimmen.
Was ich nicht kann, ist schnell wechseln. 7:51 ist auch für diese Wechselzone zu lang. Und ich hatte nicht mal meine Radhandschuhe im Stehen angelegt. Jo, das wird nicht mehr meine Stärke. Ist aber bei den von mir eher geliebten langen Distanzen auch nicht ganz so schlimm. Ich war hier aber eben gerade einmal 2047ster. Das sagt eigentlich alles.
21,3 KM Rad waren es letztendlich und die geht man dann doch an wie die Feuerwehr. Ich also Vollgas und schnell war ich mit Überholen und überholt werden beschäftigt. Zu unterschiedliche Athleten mit zu unterschiedlichen Rädern sind hier am Start. Vom Hollandrad bis zur brutalen Zeitmaschine ist alles vertreten. In meinem Zeitabschnitt lief aber alles fair mit Rücksicht und ohne irgendwelches von hinten Leute anpöbeln ab. Das fand ich sehr angenehm.
Ich sprang nach 43:44 vom Rad, was für mich eine sehr gute Zeit ist. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ich den ersten KM verschlief, weil ich noch versuchte meine Handschuhe richtig anzuziehen. Danach war Kette rechts und hau rein angesagt. 1589ster im Radfahren spricht eine deutliche Sprache.
Wechsel Nr. 2? Na immerhin hatte ich diesmal die Schnürsenkel der Schuhe vor dem Start aufgemacht. Sonst wieder eher schwach mit 4:36.
Beim laufen hatte ich nun ein Problem. Ich musste eigentlich schon vom Start weg auf Klo. Und weder in der Alster (flöt) noch in der Wechselzone (Schlangen vor dem Klo) gab es die Möglichkeit sich zu erleichtern. Insofern musste ein kleiner Pinkelstop her und der hat mir natürlich Zeit gekostet. Ging aber nicht anders. Beim Schwimmen und Radfahren kann man dieses Gefühl vielleicht unterdrücken. Beim Laufen kann ich es zumindest nicht.
Ansonsten ging das flüssig, schnell und angenehm voran. 30:27 für 5 KM sind für mich eine super Zeit, insbesondere wenn man den Stop bedenkt.
So flog ich ins Ziel und wurde mit 1:41:37 insgesamt 1864ster von 2367 Männern im Ziel. Kann ich gut mit Leben.
Das familieninterne Duell verlor ich zwar um 8 Sekunden, aber a. ist das kein wirklicher Wettkampf und b. will ich ja länger dieses Wochenende, da fehlt natürlich die Endbeschleunigung.
Und damit wären wir bei Poznan.
Mal sehen, was das wird. Ich bin noch nie in Polen gestartet, ich war noch nie in Poznan. Die Stadt soll hübsch sein. Den Wettkampf mach ich, weil ich eigentlich mit jemandem zusammen starten wollte. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Irgendwo starten, weil man jemanden damit unterstützen will, mach ich nicht mehr. Man lernt. Mehr Egoismus führt zu weniger Ärgern.
Deswegen hat es auch lange gedauert bis ich eine Meinung zu dem Wettkampf hatte. Ich starte einen Monat später noch in Zell am See, was für mich als bekannte Bergziege wieder ein spannendes Ding wird. Ziel ist es beide Wettkämpfe gut ins Ziel zu bringen. An meine Zeit aus Almere werde ich voraussichtlich zweimal nicht ran kommen. Letztes Jahr bin ich eine 2:29 im abschließenden Halbmarathon gelaufen. Das schaffe ich nicht.
Natürlich setzt man sich Zeitziele und die sind dieses Jahr in 55 Minuten zu schwimmen, in 3:20 vom Rad zu springen (das ist angesichts von offiziell 92 KM sehr ambitioniert) und in 2:35 zu laufen. Mit langsame Wechseln wäre das dann eine 7:10 ungefähr. Das wäre okay.
Kleiner Haken, der Wetterbericht sagt "WARM" und das ist nicht wirklich mein Wetter. Mal gucken was geht. Ich werde berichten.
Dienstag, 19. Juli 2016
Sonntag, 26. Juni 2016
Immer diese letzten Hügel / Hella Halbmarathon
Ich bin nicht in Form. Irgendwie läuft es dieses Jahr nicht so richtig. Ich komm in Leistung und Wettkampfbereitschaft nicht in die Gänge. Mag daran liegen, dass die Begeisterung für den Wettkampf in Poznan einfach nicht da ist. Eine Vorfreude ist nicht annähernd zu spüren.
Aber das ist ziemlich genau in einem Monat und so eine Halbdistanz braucht doch ein bisschen Vorbereitung. Immerhin klappt das Schwimmen so gut wie nie. Nur beim Radfahren und beim Laufen habe ich doch deutliche Defizite. Grund sind ausgefallene Einheiten und eine körperliche Unfähigkeit wirklich Intervalle zu trainieren. Dem Grund bin ich noch auf der Spur, aber es geht zur Zeit einfach nicht. Dabei hab ich eigentlich keine Wehwehchen oder so.
Diese Voraussetzungen lagen also vor, als ich mich entschied für den Hella Halbmarathon zu melden. Eher aus alter Verbundenheit, als aus der Erwartung heraus hier irgendwas zu reissen. Immerhin bin ich den Hella Halbmarathon in meiner Laufkarriere immer jedes Jahr mitgelaufen.
Ein Wort vorab zur Organisation: Die Teilnehmerzahlen des Laufes sind in den letzten Jahren explodiert. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als bei diesem Lauf 5000 Leute mitliefen. Dieses Jahr waren es 10.000 und damit eine Steigerung von gut 2.000 gegenüber dem letzten Jahr. Das dies auch ein paar organisatorische Anpassungen notwendig macht, ist vollkommen okay und verständlich.
Nicht okay ist es, wenn man in der Ausschreibung Duschen erwähnt am Dienstag vor dem Lauf einfach mal eine Mail an alle Teilnehmer zu schreiben, dass es aufgrund der hohen Teilnehmerzahl nun leider keine Duschen gäbe. Ne Leute, das ist ein Vertrag, den man da schließt und einfach eine Leistung nicht mehr anzubieten, ist dann einfach ein Vertragsbruch.
Immerhin - und das zeichnet dann auch eine gute Organisation aus - sah man diesen Fehler ein und organisierte noch kurzfristig Duschen. Wenn diese auch in nur kleiner Kapazität vorhanden waren, sie waren vorhanden.
Nach meinem üblichen Morgenprogramm (In der Hansastraße parken, kurz auf Klo gehen, Shuttle zum Start nehmen) stand ich also am Zwick und wartete auf den Rest der Familie, Familie Honigfabrik ;-) und unseren südlichen Einkauf aus Augsburg.
Wenn man mit dem Sabbelpott der Honigfabrik läuft, dann ist gute Unterhaltung gewahrt. Und so beschloss ich, zu Beginn mit ihm und seiner Fru zu laufen. Insbesondere auch, weil ich meine Uhr zu Hause hatte liegen lassen und die vom Schwesterherzchen geliehene Laufuhr (Danke) die Pace per Meile oder so anzeigte.
Die ersten 5 waren in etwas über 33 Minuten abgehandelt und danach pendelten wir uns knapp unter einer 7 Minuten Pace pro KM ein. Irgendwann konnte die Fru unser Tempo nicht mehr halten. Sowieso ein großartiges Laufkonzept, was sie verfolgt. Sie läuft so lange es halt geht, danach geht sie halt ein bisschen und irgendwann kommt sie fröhlich ins Ziel. Ist vielleicht besser als jedes verkrampfte "heute muss aber die Bestzeit" fallen.
So liefen wir zu Zweit weiter. Bis bei dem Honigfabrik Mann das Klo rief. "Ich hol dich wieder ein" waren seine letzten Worte. Das hat er. Und ist mit Schwung an mir vorbei und hat mir am Ende noch 11 Minuten abgenommen. So lief ich die letzten 8 dann halt alleine.
Positiv: Diesmal waren die Verbindungsnazis nicht an der Strecke.
Was mir aber derbst auf den Sack geht, sind diese ganzen urbanen Laufcrews. Nur damit der Lauftreff nicht mehr so angestaubt klingt gibt man sich irgendwelche schönen Namen mit "Runners" oder "Crew" und labert was von Crew love und true love. Und im Endeffekt ist man doch ein loser Haufen, der mit wirklicher Liebe so gar nix gemein hat und ist ein ziemlich leistungsorientierter Lauftreff. Dazu malt man noch diverse Eigenwerbung auf den Asphalt und organisiert einen "Cheerpoint" der schlichtweg so übertrieben ist, dass er einfach nur als Schwanzvergleichsobjekt zu deuten ist.
Ne, meine Art des Laufens ist das nicht. Ich kann mit dieser Überpositivierung nix anfangen. In einer Gruppe von 10 Leuten finde ich immer noch 2 super, 7 okay und mindestens einen doof. Und dies wird auch in jeder Laufgruppe so sein. Ist dann halt nur die Frage, ob der eine Doofe mir den Spaß kaputt macht oder nicht. Aber "true love"? Die gibt es nur einmal. Und zwar zum Fußballverein ;-).
Und auch ist nicht jeder Lauf/Lauftreff "toll" oder wie man heute dann bitte auf Englisch schreibt "fantastic". Nein. Bei mir sind gut 50 % aller Läufe anstrengend, gerne auch mal nervig und doof. Aber trotzdem hab ich hinterher ein gutes Gefühl und mag das Laufen an sich. Aber so ist es auch bei einer Trainingsgruppe. Mal ist es super, dann scheiße und wenn mehr gut als schlecht ist, macht man weiter. Wenn nicht, dann bleibt man zu Hause.
So genug geätzt. Mehr Realität bitte.
Meine Realität bog nun auf die letzten 2 KM ein und da hat der Streckenplaner noch zwei knackige Anstiege von der Außenalster weg auf die Strecke gelegt. Da bin ich die Jahre vorher so richtig verreckt und bin gar nicht mehr in Tritt gekommen. Dies war dieses Jahr anders. Ich bin zwar auch ein Stück gegangen, aber doch schnell und locker wieder angelaufen. So hab ich nicht viel Zeit verloren und konnte endlich mal ein Tempo von KM 6 bis KM 21 durchhalten.
Im Ziel stand dann eine 2:25:25 für mich zu Buche. Ja, ich kann Halbmarathon doch noch deutlich schneller, wenn ich denn in Form bin. War ich aber nicht. Letztes Jahr stand eine 2:24:38 am Ende in den Ergebnislisten, das stimmt mich dann ja doch positiv, dass ich wieder in diesen Bereich gekommen bin.
Insgesamt ein guter netter Lauf mit netter Begleitung (Danke noch mal). Next stop? Ich weiß es noch nicht. Ich hätte irgendwie Bock auf einen kurzen Triathlon in nächster Zeit.
Aber das ist ziemlich genau in einem Monat und so eine Halbdistanz braucht doch ein bisschen Vorbereitung. Immerhin klappt das Schwimmen so gut wie nie. Nur beim Radfahren und beim Laufen habe ich doch deutliche Defizite. Grund sind ausgefallene Einheiten und eine körperliche Unfähigkeit wirklich Intervalle zu trainieren. Dem Grund bin ich noch auf der Spur, aber es geht zur Zeit einfach nicht. Dabei hab ich eigentlich keine Wehwehchen oder so.
Diese Voraussetzungen lagen also vor, als ich mich entschied für den Hella Halbmarathon zu melden. Eher aus alter Verbundenheit, als aus der Erwartung heraus hier irgendwas zu reissen. Immerhin bin ich den Hella Halbmarathon in meiner Laufkarriere immer jedes Jahr mitgelaufen.
Ein Wort vorab zur Organisation: Die Teilnehmerzahlen des Laufes sind in den letzten Jahren explodiert. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als bei diesem Lauf 5000 Leute mitliefen. Dieses Jahr waren es 10.000 und damit eine Steigerung von gut 2.000 gegenüber dem letzten Jahr. Das dies auch ein paar organisatorische Anpassungen notwendig macht, ist vollkommen okay und verständlich.
Nicht okay ist es, wenn man in der Ausschreibung Duschen erwähnt am Dienstag vor dem Lauf einfach mal eine Mail an alle Teilnehmer zu schreiben, dass es aufgrund der hohen Teilnehmerzahl nun leider keine Duschen gäbe. Ne Leute, das ist ein Vertrag, den man da schließt und einfach eine Leistung nicht mehr anzubieten, ist dann einfach ein Vertragsbruch.
Immerhin - und das zeichnet dann auch eine gute Organisation aus - sah man diesen Fehler ein und organisierte noch kurzfristig Duschen. Wenn diese auch in nur kleiner Kapazität vorhanden waren, sie waren vorhanden.
Nach meinem üblichen Morgenprogramm (In der Hansastraße parken, kurz auf Klo gehen, Shuttle zum Start nehmen) stand ich also am Zwick und wartete auf den Rest der Familie, Familie Honigfabrik ;-) und unseren südlichen Einkauf aus Augsburg.
Wenn man mit dem Sabbelpott der Honigfabrik läuft, dann ist gute Unterhaltung gewahrt. Und so beschloss ich, zu Beginn mit ihm und seiner Fru zu laufen. Insbesondere auch, weil ich meine Uhr zu Hause hatte liegen lassen und die vom Schwesterherzchen geliehene Laufuhr (Danke) die Pace per Meile oder so anzeigte.
Die ersten 5 waren in etwas über 33 Minuten abgehandelt und danach pendelten wir uns knapp unter einer 7 Minuten Pace pro KM ein. Irgendwann konnte die Fru unser Tempo nicht mehr halten. Sowieso ein großartiges Laufkonzept, was sie verfolgt. Sie läuft so lange es halt geht, danach geht sie halt ein bisschen und irgendwann kommt sie fröhlich ins Ziel. Ist vielleicht besser als jedes verkrampfte "heute muss aber die Bestzeit" fallen.
So liefen wir zu Zweit weiter. Bis bei dem Honigfabrik Mann das Klo rief. "Ich hol dich wieder ein" waren seine letzten Worte. Das hat er. Und ist mit Schwung an mir vorbei und hat mir am Ende noch 11 Minuten abgenommen. So lief ich die letzten 8 dann halt alleine.
Positiv: Diesmal waren die Verbindungsnazis nicht an der Strecke.
Was mir aber derbst auf den Sack geht, sind diese ganzen urbanen Laufcrews. Nur damit der Lauftreff nicht mehr so angestaubt klingt gibt man sich irgendwelche schönen Namen mit "Runners" oder "Crew" und labert was von Crew love und true love. Und im Endeffekt ist man doch ein loser Haufen, der mit wirklicher Liebe so gar nix gemein hat und ist ein ziemlich leistungsorientierter Lauftreff. Dazu malt man noch diverse Eigenwerbung auf den Asphalt und organisiert einen "Cheerpoint" der schlichtweg so übertrieben ist, dass er einfach nur als Schwanzvergleichsobjekt zu deuten ist.
Ne, meine Art des Laufens ist das nicht. Ich kann mit dieser Überpositivierung nix anfangen. In einer Gruppe von 10 Leuten finde ich immer noch 2 super, 7 okay und mindestens einen doof. Und dies wird auch in jeder Laufgruppe so sein. Ist dann halt nur die Frage, ob der eine Doofe mir den Spaß kaputt macht oder nicht. Aber "true love"? Die gibt es nur einmal. Und zwar zum Fußballverein ;-).
Und auch ist nicht jeder Lauf/Lauftreff "toll" oder wie man heute dann bitte auf Englisch schreibt "fantastic". Nein. Bei mir sind gut 50 % aller Läufe anstrengend, gerne auch mal nervig und doof. Aber trotzdem hab ich hinterher ein gutes Gefühl und mag das Laufen an sich. Aber so ist es auch bei einer Trainingsgruppe. Mal ist es super, dann scheiße und wenn mehr gut als schlecht ist, macht man weiter. Wenn nicht, dann bleibt man zu Hause.
So genug geätzt. Mehr Realität bitte.
Meine Realität bog nun auf die letzten 2 KM ein und da hat der Streckenplaner noch zwei knackige Anstiege von der Außenalster weg auf die Strecke gelegt. Da bin ich die Jahre vorher so richtig verreckt und bin gar nicht mehr in Tritt gekommen. Dies war dieses Jahr anders. Ich bin zwar auch ein Stück gegangen, aber doch schnell und locker wieder angelaufen. So hab ich nicht viel Zeit verloren und konnte endlich mal ein Tempo von KM 6 bis KM 21 durchhalten.
Im Ziel stand dann eine 2:25:25 für mich zu Buche. Ja, ich kann Halbmarathon doch noch deutlich schneller, wenn ich denn in Form bin. War ich aber nicht. Letztes Jahr stand eine 2:24:38 am Ende in den Ergebnislisten, das stimmt mich dann ja doch positiv, dass ich wieder in diesen Bereich gekommen bin.
Insgesamt ein guter netter Lauf mit netter Begleitung (Danke noch mal). Next stop? Ich weiß es noch nicht. Ich hätte irgendwie Bock auf einen kurzen Triathlon in nächster Zeit.
Sonntag, 5. Juni 2016
Der Potsdamer Schlösserlauf 2016
Huch! Ich hab schon wieder sehr lange nix geschrieben hier. Vielleicht auch, weil es nix zu schreiben gab. Viel krank, viel rumtrainiert, ohne so wirklich in die Gänge zu kommen. Aber nun läuft es langsam wieder in die richtige Richtung, die Radkilometer explodieren, schwimmen läuft so gut wie nie zuvor und laufen, ja das wird schon irgendwann kommen.
Leben ist ja bekanntlich das, was passiert, wenn man andere Pläne macht. Und so ist das auch mit dem Schlösserlauf in Potsdam. Eigentlich mal geplant um mal wieder einen Halbmarathon mit J. zu laufen. Sie wurde dann krank, ich wollte ihn erst schnell, dann gar nicht, dann langsam laufen.
Nun gut, nach einem guten Carboloading am Vorabend (dankeschön nochmal J.) war am Wettkampftag sehr schnell klar, dass es eine Hitzeschlacht geben würde.
Als ich mein Auto in das Parkhaus gestellt hatte und zum Start schlenderte, schwitzte ich schon so stark, wie bei anderen Rennen, wenn ich Vollgas laufe. Und seien wir ehrlich: Aus mir wird kein Hitzeläufer mehr. Lustigerweise stört mich Hitze beim Radfahren nahezu gar nicht, so dass Triathlon bei Hitze ganz gut geht, aber reines Laufen?
Der Lauf findet in einer DDR geprägten Sportanlage statt. D.h. viele Hallen, ein großes Leichtathletik Stadion und damit Platz für mindestens 15.000 Teilnehmer. Außer, dass die Startaufstellung relativ eng ist. Startnummer konnte man schon am Vortag holen, alle Helfer super freundlich und engagiert und das ganze super organisiert. Die Strecke selbst mit rotem und gelben (für die 10 KM) Streifen auf der Straße und allen Parkwegen markiert. Für eine mittelgroße Veranstaltung ist das schon richtiger Luxus.
Hinzu kamen noch insgesamt 7 (ich meine 7, allemal derbe viele) Verpflegungspunkte auf der Strecke. Wenn man bedenkt, dass genügend Halbmarathone mit zwei Verpflegungspunkten auskommen, dann war dies hier eigentlich Luxus. Der an diesem Tag aber auch notwendig wurde.
Die Strecke an sich eignet sich für ein Speedsightseeing. Potsdam ist ja ohne Frage eine der schöneren deutschen Städte, so dass man in dem Lauf eigentlich keine einzige wirklich hässliche Ecke mitnimmt. Wahnsinn.
Die ersten 5 KM ging ich in lockeren 6:30 bis 6:45 an. Aber schon hier war klar: Das geht nur so lange wir uns in einem Bereich befinden in dem Häuser noch Schatten spenden. Bereits die erste Wasserstelle nach 3,5 KM (!) war umlagert, so dass es definitiv nicht nur mir so ging.
Als wir dann über eine Brücke in den Park Babelsberg gelangen sollten, war mir klar, dass ein laufen der Steigung schlichtweg Blödsinn gewesen wäre. So kam es also bei km 6 zu einer ersten Gehpause. So hielt ich es auch den restlichen Weg. Wenn es bergauf ging, wurde gegangen. Ich hatte keine Ambitionen auf eine Zeit hier, hatte die Woche vorher voll trainiert, so dass ich es einfach gemütlich angehen lies.
Dies taten sehr viele Leute, die ich als sehr viel trainierter ansehe, als ich es bin. Oh Wunder, es gibt Vernunft bei Läufern.
Auffällig viele Kieler waren am Start und so musste ich eine Kielerin fragen, ob ihre Stadt nun leer sei und alle Kieler hier seien. Ihre schlagfertige Antwort war, dass alle vernünftigen Kieler auf der Förde zu Hause sein mit ihrem Boot. Einer der Kieler Lauftreffs war aber für ein ganzes Wochenende in Potsdam und so erklärten sich die vielen Kieler am Start. Ein weiterer Satz von ihr: "Ich mach das ganz ruhig, es ist zu warm. Und Altersklassensieger wird keiner von uns."
Ich mag diese Einstellung beim Laufen. Und legte sie nun selber an den Tag. Kinder wurden abgeklatscht, Wasserduschen ausgiebig genutzt. Später lief dann eine Dame mit einem Shirt des "Nephrologischer Morgenlauf" vor mir. Ich musste fragen. Und weiß nun was ein Nephrologe ist. Wusste ich vorher nicht.
Nun ging es weg vom Wasser und durch die Russische Kolonie in die Parklandschaft von Potsdam. Und es ging kein Lüftchen mehr.
Was dazu führte, dass ungefähr alle 300 Meter ein Krankenwagen im Einsatz war. Viele Läufer hatten sich bei dem Wetter einfach übernommen oder Warnsignale überhört. Und so mussten viele Kreislaufzusammenbrüche etc. behandelt werden. Man kann und muss hier auch nach einer Mitverantwortung des Veranstalters fragen. So super der Lauf organisert ist, so bleibt doch die Frage, ob gerade bei einem Halbmarathon nicht die Läufer vor sich selbst geschützt werden müssten. Insbesondere, da es bei Halbmarathonis sich nicht um einen Haufen Freaks handelt, wie z.B. bei einem Volldistanz Triathlon. Und so waren die "Kunden" der Krankenwagen diesmal auch nicht die sportlichen Männer zwischen 30 und 40, die ihre Bestzeit unbedingt angehen müssen, sondern ein bunter Querschnitt des Läufervolkes. Puh.
Ganz ehrlich: Ich nahm raus. Noch mehr als sowieso schon. Ich wollte ins Ziel kommen, aber gerne auf eigenen Füßen. Und mir war es schlichtweg zu warm um noch nennenswerte Strecken in einem nennenswerten Tempo zu laufen.
Da latscht man dann durch die Parks und Schlösser und genießt die Aussicht.
Bemerkenswert: Für den Lauf hatte man auch echte Hauptstraßen mit Straßenbahn einfach gesperrt. Und die Straßenbahn fuhgr nicht etwa gar nicht, sondern stand halt ganz entspannt mit an der Absperrung. Wohlgemerkt bei KM 15, wo so ein Feld ja auch ein bisschen länger braucht, bis es durchgeflossen ist.
Trotz meiner Schneckengeschwindigkeit kam ich irgendwann ins Ziel, nahm meine Medaille und wollte nur noch raus aus der Sonne. Ich war echt durch. Und zwar nicht von den Beinen, sondern vom warm sein.
2:41:54 steht in der Ergebnisliste. Das macht Platz 2675 von 2811 ins Ziel gekommenen. Wohlgemerkt: 4.500 Meldungen. Das zeigt schon, wie heftig das Wetter war.
Meine Beine sind heute so locker, wie noch nie nach einem Halbmarathon. Das zeigt mir, dass bei entsprechendem Wetter doch eine deutlich andere Zeit drin gewesen wäre und sagt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Up next: Hella Halb.
Leben ist ja bekanntlich das, was passiert, wenn man andere Pläne macht. Und so ist das auch mit dem Schlösserlauf in Potsdam. Eigentlich mal geplant um mal wieder einen Halbmarathon mit J. zu laufen. Sie wurde dann krank, ich wollte ihn erst schnell, dann gar nicht, dann langsam laufen.
Nun gut, nach einem guten Carboloading am Vorabend (dankeschön nochmal J.) war am Wettkampftag sehr schnell klar, dass es eine Hitzeschlacht geben würde.
Als ich mein Auto in das Parkhaus gestellt hatte und zum Start schlenderte, schwitzte ich schon so stark, wie bei anderen Rennen, wenn ich Vollgas laufe. Und seien wir ehrlich: Aus mir wird kein Hitzeläufer mehr. Lustigerweise stört mich Hitze beim Radfahren nahezu gar nicht, so dass Triathlon bei Hitze ganz gut geht, aber reines Laufen?
Der Lauf findet in einer DDR geprägten Sportanlage statt. D.h. viele Hallen, ein großes Leichtathletik Stadion und damit Platz für mindestens 15.000 Teilnehmer. Außer, dass die Startaufstellung relativ eng ist. Startnummer konnte man schon am Vortag holen, alle Helfer super freundlich und engagiert und das ganze super organisiert. Die Strecke selbst mit rotem und gelben (für die 10 KM) Streifen auf der Straße und allen Parkwegen markiert. Für eine mittelgroße Veranstaltung ist das schon richtiger Luxus.
Hinzu kamen noch insgesamt 7 (ich meine 7, allemal derbe viele) Verpflegungspunkte auf der Strecke. Wenn man bedenkt, dass genügend Halbmarathone mit zwei Verpflegungspunkten auskommen, dann war dies hier eigentlich Luxus. Der an diesem Tag aber auch notwendig wurde.
Die Strecke an sich eignet sich für ein Speedsightseeing. Potsdam ist ja ohne Frage eine der schöneren deutschen Städte, so dass man in dem Lauf eigentlich keine einzige wirklich hässliche Ecke mitnimmt. Wahnsinn.
Die ersten 5 KM ging ich in lockeren 6:30 bis 6:45 an. Aber schon hier war klar: Das geht nur so lange wir uns in einem Bereich befinden in dem Häuser noch Schatten spenden. Bereits die erste Wasserstelle nach 3,5 KM (!) war umlagert, so dass es definitiv nicht nur mir so ging.
Als wir dann über eine Brücke in den Park Babelsberg gelangen sollten, war mir klar, dass ein laufen der Steigung schlichtweg Blödsinn gewesen wäre. So kam es also bei km 6 zu einer ersten Gehpause. So hielt ich es auch den restlichen Weg. Wenn es bergauf ging, wurde gegangen. Ich hatte keine Ambitionen auf eine Zeit hier, hatte die Woche vorher voll trainiert, so dass ich es einfach gemütlich angehen lies.
Dies taten sehr viele Leute, die ich als sehr viel trainierter ansehe, als ich es bin. Oh Wunder, es gibt Vernunft bei Läufern.
Auffällig viele Kieler waren am Start und so musste ich eine Kielerin fragen, ob ihre Stadt nun leer sei und alle Kieler hier seien. Ihre schlagfertige Antwort war, dass alle vernünftigen Kieler auf der Förde zu Hause sein mit ihrem Boot. Einer der Kieler Lauftreffs war aber für ein ganzes Wochenende in Potsdam und so erklärten sich die vielen Kieler am Start. Ein weiterer Satz von ihr: "Ich mach das ganz ruhig, es ist zu warm. Und Altersklassensieger wird keiner von uns."
Ich mag diese Einstellung beim Laufen. Und legte sie nun selber an den Tag. Kinder wurden abgeklatscht, Wasserduschen ausgiebig genutzt. Später lief dann eine Dame mit einem Shirt des "Nephrologischer Morgenlauf" vor mir. Ich musste fragen. Und weiß nun was ein Nephrologe ist. Wusste ich vorher nicht.
Nun ging es weg vom Wasser und durch die Russische Kolonie in die Parklandschaft von Potsdam. Und es ging kein Lüftchen mehr.
Was dazu führte, dass ungefähr alle 300 Meter ein Krankenwagen im Einsatz war. Viele Läufer hatten sich bei dem Wetter einfach übernommen oder Warnsignale überhört. Und so mussten viele Kreislaufzusammenbrüche etc. behandelt werden. Man kann und muss hier auch nach einer Mitverantwortung des Veranstalters fragen. So super der Lauf organisert ist, so bleibt doch die Frage, ob gerade bei einem Halbmarathon nicht die Läufer vor sich selbst geschützt werden müssten. Insbesondere, da es bei Halbmarathonis sich nicht um einen Haufen Freaks handelt, wie z.B. bei einem Volldistanz Triathlon. Und so waren die "Kunden" der Krankenwagen diesmal auch nicht die sportlichen Männer zwischen 30 und 40, die ihre Bestzeit unbedingt angehen müssen, sondern ein bunter Querschnitt des Läufervolkes. Puh.
Ganz ehrlich: Ich nahm raus. Noch mehr als sowieso schon. Ich wollte ins Ziel kommen, aber gerne auf eigenen Füßen. Und mir war es schlichtweg zu warm um noch nennenswerte Strecken in einem nennenswerten Tempo zu laufen.
Da latscht man dann durch die Parks und Schlösser und genießt die Aussicht.
Bemerkenswert: Für den Lauf hatte man auch echte Hauptstraßen mit Straßenbahn einfach gesperrt. Und die Straßenbahn fuhgr nicht etwa gar nicht, sondern stand halt ganz entspannt mit an der Absperrung. Wohlgemerkt bei KM 15, wo so ein Feld ja auch ein bisschen länger braucht, bis es durchgeflossen ist.
Trotz meiner Schneckengeschwindigkeit kam ich irgendwann ins Ziel, nahm meine Medaille und wollte nur noch raus aus der Sonne. Ich war echt durch. Und zwar nicht von den Beinen, sondern vom warm sein.
2:41:54 steht in der Ergebnisliste. Das macht Platz 2675 von 2811 ins Ziel gekommenen. Wohlgemerkt: 4.500 Meldungen. Das zeigt schon, wie heftig das Wetter war.
Meine Beine sind heute so locker, wie noch nie nach einem Halbmarathon. Das zeigt mir, dass bei entsprechendem Wetter doch eine deutlich andere Zeit drin gewesen wäre und sagt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Up next: Hella Halb.
Montag, 21. März 2016
Verlängerter Halbmarathon um den Hampton Court Palace
Freunde des gepflegten langen Laufes,
da wollte doch die P. in London sich eine neue Herausforderung suchen und mal einen Halbmarathon laufen. Ich wollte 35 KM an diesem Wochenende laufen, der Halbmarathon war 7 km Laufstrecke von ihrer Wohnung weg. Passt also genau. Angemeldet und auf geht es.
Und dann kam bei uns beiden die Krankheiten, Trainingsausfälle und schlechten Vorbereitungen. Am Ende stand ich also alleine um 6:30 Ortszeit in einer kleinen Londoner Wohnung und fragte mich "What are you doing here?"
Das die Vorbereitung mit dem Besuch eines Fußballspieles am Samstag und ein zwei drei vielen Pints am Freitag Abend nicht wirklich optimal war, versteht sich von selbst, oder?
Nun ja, alles eingepackt, fertig gemacht und irgendwie sollte es doch noch ein Long Jogg werden, so dass ich mich laufend zum Start begab. Von Surbiton ging es schnell an die Themse und dann erstmal in Richtung Kingston, wo man die Flußseite wechseln konnte. Im lockeren 7er Schnitt läuft man dann schnell direkt an der Themse auf einem Sandweg, guckt auf die dort wirklich schöne Flußlandschaft und trifft außer ein paar verrückten Joggern eigentlich niemanden.
Bis irgendwann Hampton Court Palace vor einem auftaucht. Der Palast wird zum größten Teil mit Henry dem VIII. in Verbindung gebracht und die ca. 4000 Teilnehmer wurden so auch von Henry dem VIII. persönlich auf die Strecke gebracht. Die Organisation war wirklich gut, klare Ansagen und freundliche Helfer. Und dazu im Läuferdorf ungefähr soviele Klos, wie man beim Hamburg Marathon findet. Wohlgemerkt für 4.000 und nicht für 20.000 Läufer.
Neben einigen wirklich ambitionierten Läufern überwiegt in England bei einem solchen Lauf die Masse an Läufern, die ganz entspannt das Ding runter laufen wollen. Gestartet wurde in Wellen und ich fand mich angesichts des oben beschriebenen Planes in der letzten Welle wieder. Weder bei der sehr engen Kurve, noch beim Überrunden durch die schnellen Läufer, kam es zu irgendeinem Gedrängel. Das bin ich aus Deutschland aber vollkommen anders gewohnt.
Angesichts meines intensivem Warmlaufens ;-) hatte ich kein Problem mein Tempo zu finden und wollte nun die KM in 6:50 locker runterspulen. Das funktionierte erstmal auch ganz gut, die Zwischenzeiten varierten immer um diese Marke.
Was etwas schade bei dem Lauf ist, dass man nicht etwas den sehr ausgedehnten Park als Laufstrecke nutzt, sondern nur ca. 10 KM insgesamt an der Themse läuft und den Rest an befahrenen Straßen irgendwo durch Surbiton und die anliegenden Stadtteile. So richtig ein Lauf mit Aussicht ist es dementsprechend nicht. Man läuft zwei Schleifen, die ungefähr 3,5 KM an der Themse gemeinsam haben. So läuft man auch am Ziel vorbei, wo es sich Henry nicht nehmen lies, jeden Teilnehmer abzuklatschen.
Es laufen sowieso viele Leute entweder verkleidet oder für gemeinnützige Projekte. Letzteres wird in England dann doch noch sehr viel offensiver gemacht, als in Deutschland. Auch wenn das hier immer häufiger zu sehen ist.
Bis km 19 und damit insgesamt KM 26 lief es bei mir ganz gut. Die letzten beiden KM wurden dann doch etwas zäh und mussten auch mit Gehpausen bestritten werden. Der Zieleinlauf war dann der Marke richtig gemein. Man läuft am Ziel vorbei und läuft noch eine riesige Schleife um dann auf Grass die letzten 500 Meter ins Ziel zu laufen. Und Grass meint hier tiefen Acker. Das zieht einem dann so richtig die Füsse aus.
Offiziell stoppte die Uhr bei 2:29:20, was mir relativ egal war, denn wichtiger war mir die KM in die Beine zu bekommen. Im Ziel noch ein Funktionsshirt, wobei mir XL zu klein ist, weil einfach zu kurz. Dazu eine wirklich schöne und schwere Medaille, die es auf meinem Instagram Account zu bewundern gibt (sorry, kann gerade keine Fotos einbinden hier).
Mit ein bisschen auslaufen (sehr langsam) waren es dann am Ende 29 KM. Nicht ganz das was ich geplant hatte, aber okay.
Und als ich wieder in der kleinen Wohnung meiner Gastgeber (danke für alles noch mal) ankam, roch es schon nach Sunday Roast. Perfektes Ende eines schönen Tages.
da wollte doch die P. in London sich eine neue Herausforderung suchen und mal einen Halbmarathon laufen. Ich wollte 35 KM an diesem Wochenende laufen, der Halbmarathon war 7 km Laufstrecke von ihrer Wohnung weg. Passt also genau. Angemeldet und auf geht es.
Und dann kam bei uns beiden die Krankheiten, Trainingsausfälle und schlechten Vorbereitungen. Am Ende stand ich also alleine um 6:30 Ortszeit in einer kleinen Londoner Wohnung und fragte mich "What are you doing here?"
Das die Vorbereitung mit dem Besuch eines Fußballspieles am Samstag und ein zwei drei vielen Pints am Freitag Abend nicht wirklich optimal war, versteht sich von selbst, oder?
Nun ja, alles eingepackt, fertig gemacht und irgendwie sollte es doch noch ein Long Jogg werden, so dass ich mich laufend zum Start begab. Von Surbiton ging es schnell an die Themse und dann erstmal in Richtung Kingston, wo man die Flußseite wechseln konnte. Im lockeren 7er Schnitt läuft man dann schnell direkt an der Themse auf einem Sandweg, guckt auf die dort wirklich schöne Flußlandschaft und trifft außer ein paar verrückten Joggern eigentlich niemanden.
Bis irgendwann Hampton Court Palace vor einem auftaucht. Der Palast wird zum größten Teil mit Henry dem VIII. in Verbindung gebracht und die ca. 4000 Teilnehmer wurden so auch von Henry dem VIII. persönlich auf die Strecke gebracht. Die Organisation war wirklich gut, klare Ansagen und freundliche Helfer. Und dazu im Läuferdorf ungefähr soviele Klos, wie man beim Hamburg Marathon findet. Wohlgemerkt für 4.000 und nicht für 20.000 Läufer.
Neben einigen wirklich ambitionierten Läufern überwiegt in England bei einem solchen Lauf die Masse an Läufern, die ganz entspannt das Ding runter laufen wollen. Gestartet wurde in Wellen und ich fand mich angesichts des oben beschriebenen Planes in der letzten Welle wieder. Weder bei der sehr engen Kurve, noch beim Überrunden durch die schnellen Läufer, kam es zu irgendeinem Gedrängel. Das bin ich aus Deutschland aber vollkommen anders gewohnt.
Angesichts meines intensivem Warmlaufens ;-) hatte ich kein Problem mein Tempo zu finden und wollte nun die KM in 6:50 locker runterspulen. Das funktionierte erstmal auch ganz gut, die Zwischenzeiten varierten immer um diese Marke.
Was etwas schade bei dem Lauf ist, dass man nicht etwas den sehr ausgedehnten Park als Laufstrecke nutzt, sondern nur ca. 10 KM insgesamt an der Themse läuft und den Rest an befahrenen Straßen irgendwo durch Surbiton und die anliegenden Stadtteile. So richtig ein Lauf mit Aussicht ist es dementsprechend nicht. Man läuft zwei Schleifen, die ungefähr 3,5 KM an der Themse gemeinsam haben. So läuft man auch am Ziel vorbei, wo es sich Henry nicht nehmen lies, jeden Teilnehmer abzuklatschen.
Es laufen sowieso viele Leute entweder verkleidet oder für gemeinnützige Projekte. Letzteres wird in England dann doch noch sehr viel offensiver gemacht, als in Deutschland. Auch wenn das hier immer häufiger zu sehen ist.
Bis km 19 und damit insgesamt KM 26 lief es bei mir ganz gut. Die letzten beiden KM wurden dann doch etwas zäh und mussten auch mit Gehpausen bestritten werden. Der Zieleinlauf war dann der Marke richtig gemein. Man läuft am Ziel vorbei und läuft noch eine riesige Schleife um dann auf Grass die letzten 500 Meter ins Ziel zu laufen. Und Grass meint hier tiefen Acker. Das zieht einem dann so richtig die Füsse aus.
Offiziell stoppte die Uhr bei 2:29:20, was mir relativ egal war, denn wichtiger war mir die KM in die Beine zu bekommen. Im Ziel noch ein Funktionsshirt, wobei mir XL zu klein ist, weil einfach zu kurz. Dazu eine wirklich schöne und schwere Medaille, die es auf meinem Instagram Account zu bewundern gibt (sorry, kann gerade keine Fotos einbinden hier).
Mit ein bisschen auslaufen (sehr langsam) waren es dann am Ende 29 KM. Nicht ganz das was ich geplant hatte, aber okay.
Und als ich wieder in der kleinen Wohnung meiner Gastgeber (danke für alles noch mal) ankam, roch es schon nach Sunday Roast. Perfektes Ende eines schönen Tages.
Sonntag, 31. Januar 2016
Der Oldendorfer Winterlauf / Ein Januarfazit
Sich im Winter bei kalten und nassem Wetter zu den notwendigen Kilometern zu motivieren, ist die Kunst des Frühjahrsmarathons.
Wer behauptet, dass da jede Trainingseinheit ein riesiger Spaß ist, der lügt.
Und so fährt man dann auch mal 70 km, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, wo man seine Länge frei zwischen 5 bis 50 KM wählen kann. Jeweils auf einer 5 KM Runde. Runden sind zwar auch nicht gerade spannend, aber die herzliche Dorfatmosphäre dieses Laufes macht das wieder weg.
Mit der großen Schwester ging es also nach Oldendorf. Im Ort ist die Veranstaltung nicht zu verfehlen, da sowieso alle um diese Uhrzeit fahrenden Autos da hin wollen. Für den Preis von 16 Euro in der Nachmeldung bekommt man immerhin einen Erbsensuppengutschein, später eine Urkunde und eine Verpflegung an der man sich satt essen kann. Kann man nicht meckern.
Kurz vor dem Start dann noch ein Gewitter mit Graupel, was uns das schlimmste Wetter erahnen lies. Aber wie es ab und zumal so ist, Start um 10:00 und um 9:59 war Schluss mit Flüssigkeit von oben. Und dies sollte auch die gesamte Veranstaltung so bleiben.
Startschuss und von Beginn an waren meine Beine schwer. Es fiel mir auch richtig schwer ein angemessenes Tempo zu finden, so dass die erste Runde viel zu schnell war. Der Lauf ist insofern etwas gemein, als dass der Beginn leicht abwärts mit dem Wind ist, man sich also locker fühlt und man dann jede Runde die letzten zwei KM gegen den Wind und leicht aufwärts kämpfen muss.
Nach einer Runde war aber immerhin ein Tempo gefunden, was ich locker drehen konnte und so wurde nun km gefressen. Der Wind war sehr kalt, sehr unangenehm und auch kräftezehrend. Trotzdem fühlte ich mich zwar irgendwie schlapp, aber doch ganz okay. Bei 15 KM dann eine etwas längere "Biopause", wie das Schwesterherz das nannte und weiter ging es.
Der Witz dabei: Der ganze Lauf wird per Hand (!) gezählt und gestoppt. D.h. irgendwelche Freiwilligen trotz dem Wetter und stehen die ganze Zeit am Ziel und zählen Runden. Vielen Dank für diesen Einsatz. Der langsamste Teilnehmer war nach 6:21 im Ziel. Das ist mal eine lange Zeit, die man dann da rum steht.
Das die Leute auch noch fröhlich drauf und zum Spaß bereit sind, zeigt, wie gut diese Veranstaltung ist.
Eigentlich wollte ich 30 KM, aber das ist heute nicht drin. Die KM 20 bis 25 werden sehr zäh. Ab KM 22 ist die Energie endgültig aufgebraucht und es wird ein Stop and Go. Nun gut. Im Ziel bin ich mit 3:10, was für diese Strecke nun nicht gerade eine tolle Zeit ist, aber die KM sind drin.
Und da sind wir auch schon im Fazit für den Januar und damit auch im Fazit für den zweiten Trainingsblock für den Hamburg Marathon. Diesen hab ich grob so abarbeiten können, wie ich ihn geplant habe. Zwar fehlte hier und dort mal ein KM, aber ich habe alle geplanten Einheiten gut durchgezogen. Bei den Long Joggs wirkt sich noch aus, dass ich eigentlich im Dezember schon einige davon geplant hatte und die alle nicht durchziehen konnte, weil mein Fuß streikte. Der ist nun wieder bei 99 %, so dass ich hoffe diesen kleinen Rückstand noch aufholen zu können.
202 KM sind es im Monat Januar geworden. Das müsste für mich Rekord sein. Da lachen andere Leute drüber oder rennen es pro Woche, für mich ist das viel. Schwimmen und Radfahren sind zu vernachlässigen, aber das ist zur Zeit auch nur Abwechselung ohne eigenes Trainingsziel. Das wird nach dem Hamburg Marathon deutlich intensiver.
Insgesamt fühle ich mich gut. Zum Ende des Januar Blocks wurde ich doch deutlich müde, was sich auch in langsameren Einheiten verdeutlichte, aber ich glaube dies ist okay.
Nun ist eine Woche ruhig angesagt und dann geht es weiter mit Vollgas. Ende Februar stehen dann zum ersten Mal die 35 km auf dem Plan. Das bin ich bisher noch nie im Training gelaufen. Mal sehen, ob und wie ich das schaffe.
Wer behauptet, dass da jede Trainingseinheit ein riesiger Spaß ist, der lügt.
Und so fährt man dann auch mal 70 km, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, wo man seine Länge frei zwischen 5 bis 50 KM wählen kann. Jeweils auf einer 5 KM Runde. Runden sind zwar auch nicht gerade spannend, aber die herzliche Dorfatmosphäre dieses Laufes macht das wieder weg.
Mit der großen Schwester ging es also nach Oldendorf. Im Ort ist die Veranstaltung nicht zu verfehlen, da sowieso alle um diese Uhrzeit fahrenden Autos da hin wollen. Für den Preis von 16 Euro in der Nachmeldung bekommt man immerhin einen Erbsensuppengutschein, später eine Urkunde und eine Verpflegung an der man sich satt essen kann. Kann man nicht meckern.
Kurz vor dem Start dann noch ein Gewitter mit Graupel, was uns das schlimmste Wetter erahnen lies. Aber wie es ab und zumal so ist, Start um 10:00 und um 9:59 war Schluss mit Flüssigkeit von oben. Und dies sollte auch die gesamte Veranstaltung so bleiben.
Startschuss und von Beginn an waren meine Beine schwer. Es fiel mir auch richtig schwer ein angemessenes Tempo zu finden, so dass die erste Runde viel zu schnell war. Der Lauf ist insofern etwas gemein, als dass der Beginn leicht abwärts mit dem Wind ist, man sich also locker fühlt und man dann jede Runde die letzten zwei KM gegen den Wind und leicht aufwärts kämpfen muss.
Nach einer Runde war aber immerhin ein Tempo gefunden, was ich locker drehen konnte und so wurde nun km gefressen. Der Wind war sehr kalt, sehr unangenehm und auch kräftezehrend. Trotzdem fühlte ich mich zwar irgendwie schlapp, aber doch ganz okay. Bei 15 KM dann eine etwas längere "Biopause", wie das Schwesterherz das nannte und weiter ging es.
Der Witz dabei: Der ganze Lauf wird per Hand (!) gezählt und gestoppt. D.h. irgendwelche Freiwilligen trotz dem Wetter und stehen die ganze Zeit am Ziel und zählen Runden. Vielen Dank für diesen Einsatz. Der langsamste Teilnehmer war nach 6:21 im Ziel. Das ist mal eine lange Zeit, die man dann da rum steht.
Das die Leute auch noch fröhlich drauf und zum Spaß bereit sind, zeigt, wie gut diese Veranstaltung ist.
Eigentlich wollte ich 30 KM, aber das ist heute nicht drin. Die KM 20 bis 25 werden sehr zäh. Ab KM 22 ist die Energie endgültig aufgebraucht und es wird ein Stop and Go. Nun gut. Im Ziel bin ich mit 3:10, was für diese Strecke nun nicht gerade eine tolle Zeit ist, aber die KM sind drin.
Und da sind wir auch schon im Fazit für den Januar und damit auch im Fazit für den zweiten Trainingsblock für den Hamburg Marathon. Diesen hab ich grob so abarbeiten können, wie ich ihn geplant habe. Zwar fehlte hier und dort mal ein KM, aber ich habe alle geplanten Einheiten gut durchgezogen. Bei den Long Joggs wirkt sich noch aus, dass ich eigentlich im Dezember schon einige davon geplant hatte und die alle nicht durchziehen konnte, weil mein Fuß streikte. Der ist nun wieder bei 99 %, so dass ich hoffe diesen kleinen Rückstand noch aufholen zu können.
202 KM sind es im Monat Januar geworden. Das müsste für mich Rekord sein. Da lachen andere Leute drüber oder rennen es pro Woche, für mich ist das viel. Schwimmen und Radfahren sind zu vernachlässigen, aber das ist zur Zeit auch nur Abwechselung ohne eigenes Trainingsziel. Das wird nach dem Hamburg Marathon deutlich intensiver.
Insgesamt fühle ich mich gut. Zum Ende des Januar Blocks wurde ich doch deutlich müde, was sich auch in langsameren Einheiten verdeutlichte, aber ich glaube dies ist okay.
Nun ist eine Woche ruhig angesagt und dann geht es weiter mit Vollgas. Ende Februar stehen dann zum ersten Mal die 35 km auf dem Plan. Das bin ich bisher noch nie im Training gelaufen. Mal sehen, ob und wie ich das schaffe.
Montag, 18. Januar 2016
Cakerunner / Der Lümmellauf
Ein Highlight des Januars ist in Hamburg und Umgebung immer der Lümmellauf.
Die 38. Auflage bot erneut das, was man von einem "Volkslauf" erwartet. Gute Organisation und ein familiäres Feeling. Jedes Jahr wieder finden sich freiwillige, die diesen wirklich schönen Lauf durch den Hagener Forst organisieren.
Der einzige -ewige- Kritikpunkt ist, dass ausgeschriebene Streckenlänge und wahre Streckenlänge doch nicht wirklich harmonieren. Ausgeschrieben sind 20 bzw. 19,6. Real sind es irgendwo um 18,6. Diese haben es aber in sich.
Aber vor das Laufen hat der liebe Gott hier das Kuchenbuffett gelegt. Und so gab es wieder zum Spottpreis von 50 Cent den leckeren selbstgebackenen. Hinterm Tresen wurde eine Erhöhung des Preises auf 1 Euro für nächstes Jahr diskutiert und man kann nur sagen "Bitte!" auch das wäre für riesige leckere Stücke noch angemessen.
Mein Plan war es knapp 22 KM insgesamt zu laufen, so dass ich mich doch etwas länger warm lief, als ich es normalerweise machen würde. Gut, danach hab ich nix mehr rangehängt, aber immerhin 20,6 KM kamen so am Ende zusammen.
Startschuss und die Leute drehen sofort frei und laufen los wie die Irren. Sorry Leute, aber in einer 6er Pace wollte ich nun einen geplanten Long Jogg nicht beginnen. So war ich relativ schnell alleine auf weiter Flur und nur hinter mir machte auch noch eine Gruppe auf langsam. Ja, ich bin das Ding auch schon mal unter 2 Stunden gelaufen, aber das war heute nicht der Plan. Auch deswegen nicht, weil es teilweise doch ordentlich glatt war.
Die ersten KM immer irgendwo um die 6:40 abgeschlossen. Es lief einfach gut. Erstmal geht es durch ein kleines Waldstück, dann durch eine Siedlung. Kurz ein Wettrennen mit der U-Bahn und dann biegt man ins Moor ab. Damit man keine Moorleiche wird, gibt es da Stege, die doch sehr rutschig sind. Und so war dieses Jahr dort Laufen verboten. Macht man halt kurzzeitig einen auf Walker und verliert ca. 90 Sekunden. Der KM also über 8 Minuten, aber ansonsten lief es.
Nun hat der Lümmellauf aber auch seine Gemeinheiten und die kommen jetzt. Denn nun verstecken sich im Profil einige giftige kurze Anstiege. Heldentaten hatte ich keine Körner für, also wurden die sehr langsam absolviert.
Das ganze sind zwei Runden und am Ende der ersten Runde hatte ich doch ein paar Probleme. Der Körper fühlte sich einfach müde und schlapp an. Zu lange Football geguckt?
Nun denn, durchgebissen und mit dem einfacheren Beginn der zweiten Runde wurde es auch wieder flüssiger. Nur Teilnehmer sah ich weder hinter noch vor mir. Erst nach dem zweiten Durchlauf des Moors überholte ich eine einsame Teilnehmerin, die nach eigenen Worten eher bei 12 KM ihre Länge hat. Aber auch sie hat es ins Ziel geschafft.
Nun bissen die Anstiege natürlich ganz ordentlich in die Beine und es rutschte auch mal ein KM in die 7:20 Kolumne. Aber insgesamt war ein stetiges Tempo möglich. Wenn dieses auch langsam war.
Am Ende stand eine offizielle 2:11:01 mit der ich absolut gut leben kann als Trainingslauf.
Womit dann auch schon Woche 1 des Januarblocks absolviert ist. Im Dezember ging alles schief, so dass man diesen Block als Totalausfall werten muss. Aua hier, Aua da und erst seit dem 01.01.16 stellt sich so langsam eine Besserung ein. Ist zwar ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Nächste Woche dann die Winterlaufserie in Bramfeld. Auch die werde ich etwas strecken, denn ich plane grundsätzlich 25+ KM an diesem Wochenende. Ich werde berichten.
Die 38. Auflage bot erneut das, was man von einem "Volkslauf" erwartet. Gute Organisation und ein familiäres Feeling. Jedes Jahr wieder finden sich freiwillige, die diesen wirklich schönen Lauf durch den Hagener Forst organisieren.
Der einzige -ewige- Kritikpunkt ist, dass ausgeschriebene Streckenlänge und wahre Streckenlänge doch nicht wirklich harmonieren. Ausgeschrieben sind 20 bzw. 19,6. Real sind es irgendwo um 18,6. Diese haben es aber in sich.
Aber vor das Laufen hat der liebe Gott hier das Kuchenbuffett gelegt. Und so gab es wieder zum Spottpreis von 50 Cent den leckeren selbstgebackenen. Hinterm Tresen wurde eine Erhöhung des Preises auf 1 Euro für nächstes Jahr diskutiert und man kann nur sagen "Bitte!" auch das wäre für riesige leckere Stücke noch angemessen.
Mein Plan war es knapp 22 KM insgesamt zu laufen, so dass ich mich doch etwas länger warm lief, als ich es normalerweise machen würde. Gut, danach hab ich nix mehr rangehängt, aber immerhin 20,6 KM kamen so am Ende zusammen.
Startschuss und die Leute drehen sofort frei und laufen los wie die Irren. Sorry Leute, aber in einer 6er Pace wollte ich nun einen geplanten Long Jogg nicht beginnen. So war ich relativ schnell alleine auf weiter Flur und nur hinter mir machte auch noch eine Gruppe auf langsam. Ja, ich bin das Ding auch schon mal unter 2 Stunden gelaufen, aber das war heute nicht der Plan. Auch deswegen nicht, weil es teilweise doch ordentlich glatt war.
Die ersten KM immer irgendwo um die 6:40 abgeschlossen. Es lief einfach gut. Erstmal geht es durch ein kleines Waldstück, dann durch eine Siedlung. Kurz ein Wettrennen mit der U-Bahn und dann biegt man ins Moor ab. Damit man keine Moorleiche wird, gibt es da Stege, die doch sehr rutschig sind. Und so war dieses Jahr dort Laufen verboten. Macht man halt kurzzeitig einen auf Walker und verliert ca. 90 Sekunden. Der KM also über 8 Minuten, aber ansonsten lief es.
Nun hat der Lümmellauf aber auch seine Gemeinheiten und die kommen jetzt. Denn nun verstecken sich im Profil einige giftige kurze Anstiege. Heldentaten hatte ich keine Körner für, also wurden die sehr langsam absolviert.
Das ganze sind zwei Runden und am Ende der ersten Runde hatte ich doch ein paar Probleme. Der Körper fühlte sich einfach müde und schlapp an. Zu lange Football geguckt?
Nun denn, durchgebissen und mit dem einfacheren Beginn der zweiten Runde wurde es auch wieder flüssiger. Nur Teilnehmer sah ich weder hinter noch vor mir. Erst nach dem zweiten Durchlauf des Moors überholte ich eine einsame Teilnehmerin, die nach eigenen Worten eher bei 12 KM ihre Länge hat. Aber auch sie hat es ins Ziel geschafft.
Nun bissen die Anstiege natürlich ganz ordentlich in die Beine und es rutschte auch mal ein KM in die 7:20 Kolumne. Aber insgesamt war ein stetiges Tempo möglich. Wenn dieses auch langsam war.
Am Ende stand eine offizielle 2:11:01 mit der ich absolut gut leben kann als Trainingslauf.
Womit dann auch schon Woche 1 des Januarblocks absolviert ist. Im Dezember ging alles schief, so dass man diesen Block als Totalausfall werten muss. Aua hier, Aua da und erst seit dem 01.01.16 stellt sich so langsam eine Besserung ein. Ist zwar ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Nächste Woche dann die Winterlaufserie in Bramfeld. Auch die werde ich etwas strecken, denn ich plane grundsätzlich 25+ KM an diesem Wochenende. Ich werde berichten.
Sonntag, 13. Dezember 2015
Winterlaufserie Teil 2 / Oder der erste Block ist fertig
Guten Morgen liebe Aktivsportler,
gestern war wieder Winterlaufserie (was das ist, könnt ihr hier erfahren) und so ging es wieder nach Bramfeld.
Nun ist das alles nicht so spektakulär, aber mit der Winterlaufserie endete auch mein erster Trainingsblock für Hamburg. Grundsätzlich trainiere ich in dem Rhythmus von drei Belastungswochen, die von einer Entlastungswoche gefolgt werden. Sprich: Ich trainiere immer in 4 Wochen Blöcken.
Zum Ende der Entlastungswoche setze ich gerne mal einen Belastungsstichpunkt oder eine Formüberprüfung. So war es eigentlich auch diesmal geplant, wollte ich doch heute mal 15 KM laufen, was erstmal nicht viel ist, aber zur Zeit doch noch eine Strecke für mich ist.
Ziel des ersten Blocks war es erstmal mich wieder an die 6 Tage Woche im Training zu gewöhnen und den Körper auch daran zu gewöhnen, dass er nun wieder mehr Kilometer als in einer Triathlonvorbereitung laufen soll.
Kein Ziel dieses Blocks war es, irgendwelche Zeiten oder irgendwelche 100 KM Wochen zu laufen. Letzteres kann ich sowieso nicht, da streiken sehr schnell meine Mechaniken.
Das hat alles halbwegs geklappt, aber leider zum Ende hin nicht ganz beschwerdefrei, habe ich doch leichte Fußprobleme, die - Achtung Selbstdiagnose - auch mit einem Wadenmuskel zusammenhängen, der einfach nicht locker wird und einem damit zusammen hängenden etwas blöden Laufstil. Aber immerhin haben Dehnungsübungen, Black Roll und Salbe schon zu einer ordentlichen Besserung geführt. Leider ist mir diese ganze Problematik nicht unbekannt, sie stellt sich eigentlich jeden Dezember ein und ist irgendwie meine Dezember Krankheit. Keine Ahnung, wo dran es liegt.
Trotzdem hab ich beschlossen, die Regenerationswoche wirklich mal Regenerationswoche sein zu lassen und mich für 5 KM in der Winterlaufserie entschlossen.
Natürlich ist die Anreise nach Bramfeld für 5 Km irgendwie überflüssig, aber man will ja dann doch das "Event" mitmachen und kurz mit Schwesterchen zu schnacken, ist nie verkehrt.
So war ich früh da, schnackte mit Schwesterherzchen, merkte, dass ich meine Brille vergessen hatte, hatte vorher schon vergessen die Uhr aufzuladen und hatte etwas später das Gefühl, dass heute dabei nichts rauskommen könnte, erklangen doch aus der Nachbarklokabine Geräusche, die irgendwo zwischen Orgasmus und Todeskampf angesiedelt waren. Nein, das war nicht schön. Es gibt Dinge, die möchte man einfach nicht hören.
Ich reihte mich also hinten in den Startblock ein und erwartete ob des etwas schrägen Verlaufes des Tages nun vom Blitz getroffen zu werden. Aber nix dergleichen geschah und nach dem Startschuss kam ich gut ins Laufen.
Es ergab sich nur ein Problem. Der Körper will zur Zeit schneller laufen, als er kann und so beschleunigte er bei KM 2 auf unter 6 Minuten den Kilometer. Das mag von der Grundkondition noch gehen, die oben erwähnten harten Waden mögen das zur Zeit aber nicht so. Ich musste mich also zwingen raus zu nehmen, was ganz ordentlich gelang.
Der Rest war dann schnell vorbei, genauer gesagt nach 33:32, wobei am Ende noch grob eine Minute für einen Schnack mit einer Abteilungskollegin drauf ging, die am Wegesrand Support lieferte. Aber wenn die Zeit egal ist, dann kann man das mal machen.
Erster Block also abgeschlossen und die Zwischenziele sind erstmal erreicht. Nicht alle Trainings habe ich ganz 100 % durchziehen können, aber immerhin 95 % der geplanten Streckenlänge ist im Sack.
Nun also der zweite Block, der logischerweise schon mehr Kilometer bereit hält und äußerst schwierig wird. Auch weil Weihnachten immer viele Verabredungen und wenig Zeit bereit hält. Aber auch das werden wir meistern. Weiter geht es.
Und hoffentlich erholt sich der Fuß in den nächsten Tagen zu 100 %.
gestern war wieder Winterlaufserie (was das ist, könnt ihr hier erfahren) und so ging es wieder nach Bramfeld.
Nun ist das alles nicht so spektakulär, aber mit der Winterlaufserie endete auch mein erster Trainingsblock für Hamburg. Grundsätzlich trainiere ich in dem Rhythmus von drei Belastungswochen, die von einer Entlastungswoche gefolgt werden. Sprich: Ich trainiere immer in 4 Wochen Blöcken.
Zum Ende der Entlastungswoche setze ich gerne mal einen Belastungsstichpunkt oder eine Formüberprüfung. So war es eigentlich auch diesmal geplant, wollte ich doch heute mal 15 KM laufen, was erstmal nicht viel ist, aber zur Zeit doch noch eine Strecke für mich ist.
Ziel des ersten Blocks war es erstmal mich wieder an die 6 Tage Woche im Training zu gewöhnen und den Körper auch daran zu gewöhnen, dass er nun wieder mehr Kilometer als in einer Triathlonvorbereitung laufen soll.
Kein Ziel dieses Blocks war es, irgendwelche Zeiten oder irgendwelche 100 KM Wochen zu laufen. Letzteres kann ich sowieso nicht, da streiken sehr schnell meine Mechaniken.
Das hat alles halbwegs geklappt, aber leider zum Ende hin nicht ganz beschwerdefrei, habe ich doch leichte Fußprobleme, die - Achtung Selbstdiagnose - auch mit einem Wadenmuskel zusammenhängen, der einfach nicht locker wird und einem damit zusammen hängenden etwas blöden Laufstil. Aber immerhin haben Dehnungsübungen, Black Roll und Salbe schon zu einer ordentlichen Besserung geführt. Leider ist mir diese ganze Problematik nicht unbekannt, sie stellt sich eigentlich jeden Dezember ein und ist irgendwie meine Dezember Krankheit. Keine Ahnung, wo dran es liegt.
Trotzdem hab ich beschlossen, die Regenerationswoche wirklich mal Regenerationswoche sein zu lassen und mich für 5 KM in der Winterlaufserie entschlossen.
Natürlich ist die Anreise nach Bramfeld für 5 Km irgendwie überflüssig, aber man will ja dann doch das "Event" mitmachen und kurz mit Schwesterchen zu schnacken, ist nie verkehrt.
So war ich früh da, schnackte mit Schwesterherzchen, merkte, dass ich meine Brille vergessen hatte, hatte vorher schon vergessen die Uhr aufzuladen und hatte etwas später das Gefühl, dass heute dabei nichts rauskommen könnte, erklangen doch aus der Nachbarklokabine Geräusche, die irgendwo zwischen Orgasmus und Todeskampf angesiedelt waren. Nein, das war nicht schön. Es gibt Dinge, die möchte man einfach nicht hören.
Ich reihte mich also hinten in den Startblock ein und erwartete ob des etwas schrägen Verlaufes des Tages nun vom Blitz getroffen zu werden. Aber nix dergleichen geschah und nach dem Startschuss kam ich gut ins Laufen.
Es ergab sich nur ein Problem. Der Körper will zur Zeit schneller laufen, als er kann und so beschleunigte er bei KM 2 auf unter 6 Minuten den Kilometer. Das mag von der Grundkondition noch gehen, die oben erwähnten harten Waden mögen das zur Zeit aber nicht so. Ich musste mich also zwingen raus zu nehmen, was ganz ordentlich gelang.
Der Rest war dann schnell vorbei, genauer gesagt nach 33:32, wobei am Ende noch grob eine Minute für einen Schnack mit einer Abteilungskollegin drauf ging, die am Wegesrand Support lieferte. Aber wenn die Zeit egal ist, dann kann man das mal machen.
Erster Block also abgeschlossen und die Zwischenziele sind erstmal erreicht. Nicht alle Trainings habe ich ganz 100 % durchziehen können, aber immerhin 95 % der geplanten Streckenlänge ist im Sack.
Nun also der zweite Block, der logischerweise schon mehr Kilometer bereit hält und äußerst schwierig wird. Auch weil Weihnachten immer viele Verabredungen und wenig Zeit bereit hält. Aber auch das werden wir meistern. Weiter geht es.
Und hoffentlich erholt sich der Fuß in den nächsten Tagen zu 100 %.
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